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Das Tor zur Insel Rügen – die Alte Hansestadt Stralsund
Die
einst reiche und mächtige Stadt Stralsund gehörte ehemals zu den
bedeutendsten Hansestädten im Ostseeraum. Stralsund und die
Insel Rügen sind von je her eng miteinander verbunden, trotz
zahlreicher Zerstörungen durch Brände, Plünderungen und Kriege,
in den letzten Jahrhunderten, sind viele bewundernswerten
gotische Backsteinbauten erhalten geblieben bzw. wurden in den
letzten Jahren rekonstruiert. Stralsund erstrahlt heute wieder
in alter Schönheit. Nicht umsonst wurde diese Stadt 2002, neben
der Hansestadt Wismar, von der Unesco in die Liste des
Weltkulturerbes aufgenommen. Die Altstadt, mit ihren prächtigen
historischen, norddeutschen Backsteinbauten, zwischen Neuem
Markt, Hafen und Alten Markt, besitzt internationale Bedeutung.
Von obern betrachtet scheint es, als bestünde Stralsund, durch
die vielen Seen, aus lauter kleinen Inseln. Der schönste Blick
eröffnet sich dem Betrachter aber, auf die majestätischen
Kirchenbauten und der Silhouette der Altstadtbauten, aus
Richtung der Insel Rügen über den Strelasund, wie sie einst
Wilhelm von Humboldt erleben durfte. Eine Steigerung ergibt sich
nur noch, wenn sich das Licht, der untergehenden Sonne mit dem
Funkeln der sich aneinanderreihenden Lichterkette der alten
Hanseschönheit, vermischt. Schaut man am Tage vom Turm der
Marienkirche auf die Gebäude der Altstadt, wie z.B. dem Rathaus,
dem Dielenhaus, dem Heilgeisthospital, der Jacobikirche, dem
Johanniskloster, der Schiffer-Compagnie, dem Wulflamhaus, den
alten Hafenspeichern, so liegen einem diese, wie historische
Spielzeuggebäude, zu Füßen.
Zu einem weiteren historischen Bau gehört die alte
Stadtbefestigung am Knieperwall, welche mit Wehrturm, Wehrgang
und Knieperhaus in den letzten Jahren mit erheblichem Aufwand
rekonstruiert wurden. Aus den letzten Jahrhunderten blieben von
den 11 Stadttoren, nur das Kniepertor und das Kütertor erhalten.
Eintauchen in
die Altzeit und Neuzeit kann ein Jeder, durch einen Besuch,
einer der vielen Museen, wie z.B. dem Kulturhistorischen Museum,
dem Marinemuseum und dem Nautineum.
Zu den größten
Naturkundemuseen in Europa zählt das Deutsche Meeresmuseum. Die
umfangreichen und modernen Ausstellungen geben verständlich und
anschaulich vielfältige Einblicke in das Leben im Meer, sowie
seine Nutzung und Erforschung durch den Menschen.
Über 45 Aquarien veranschaulichen
lebhaft und eindrucksvoll die Vielfalt des faszinierenden Lebens
im Meer. Ein Highlight für die nahe Zukunft, wird das im
Frühjahr 2008 eröffnende OZEANEUM. Diese zeigt Ostsee, Nordsee
und mehr, aus einer Perspektive, wie sie den normalen Menschen
oft verborgen bleibt. Beim Hauch einer Meeresbriese, direkt im
Stadthafen von Stralsund kann der Gast und Besucher, durch eine
Stippvisite in der Ausstellung Meereswelten, sein Wissen, über
die Meere und Ozeane unseres blauen Planeten, abschließend
vervollständigen.
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Unweit dieser leuchtend, blauen Traglufthalle liegt für immer
die
GORCH FOCK verankert. Dieser bei Blohm und Voss 1933 in Hamburg
gebaute, 1945 im Strelasund versenkte,1947 gehobene, ab 1951 als
Segelschulschiff der Handelsmarine der ehemaligen Sowjetunion
umgetaufte "TOWARISCHTSCH" (Kamerad), später unter der Flagge
der Ukraine segelnde Windjammer, wurde 2003 vom Verein Tall-Ship
Friends e.V.
übernommen
und mit großen Aufwand wieder hergerichtet. Die GORCH FOCK
zählt jetzt zum festen Bestandteil des Stadtbildes der
Hansestadt Stralsund und dient als lebendiges Museum, Kulisse,
Veranstaltungsort und Standesamt in Einem.
In den
Jahren 2004, 2005, 2006 wurde das Schiff entkernt und
hergerichtet. |
Eine
Errungenschaft der Neuzeit ist der am Rande der Stadt, auf der Wiese befindliche
Hansedom, unweit des Einkaufzentrum Strelapark. Der Hansedom ist eine Bade- und
Freizeitlandschaft auf ca.120000m², mit Wellenbad, Sauna- und WellnessOasen,
vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten, wetterunabhängig und einzigartig in
Europa.
Stralsund mit seinen ca. 58000 Einwohnern, liegt im Schnitt 9m über dem
Meeresspiegel, ist seit über 60 Jahren über den Rügendamm mit der Insel Rügen
verbunden. Verkehrtechnisch war und ist Stralsund ein Nadelöhr, insbesondere
während der großen Besucherströme in der Urlaubszeit. Technisch gesehen war
Rügen zu dieser Zeit nur während der Öffnungszeiten des Rügendamms vom Festland
völlig abgeschnitten. Dies hat sich, mit der Eröffnung der dreispurigen
Rügenbrücke, durch die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel, Ende 2007, nun
geändert und die Fahrzeugströme werden bedarfsabhängig auf die drei
Fahrbahnspuren aufgeteilt.
180.000 Tonnen Beton und 22.000 Tonnen Stahl bilden die Rügenbrücke als längste
Brücke Deutschlands.

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